Die Performance am Dodekaeder übersetzt die literarische Vorlage Trockenschwimmer in eine audiovisuelle Metamorphose über Freiheit und die Auflösung systemischer Zwänge. Auf drei Leinwänden verdichten sich nächtliche Sehnsuchtsorte mit der klaustrophobischen Enge von Gefängnis und Büroalltag – vom isolierten Goldfischglas bis zur sterilen Routine. In einem präzisen zeitversetzten Rhythmus erscheinen Fragmente von Meer und Mensch, die ein Spannungsfeld zwischen individueller Zersplitterung und kollektiver Resonanz eröffnen. Eine KI-generierte Klanglandschaft aus modulierten Walgesängen fungiert als akustisches Echo grenzenloser Weite. Die Performance wird zur rituellen Suche nach der inneren Stimme, zum beharrlichen Durchbrechen der gläsernen Ordnung, die sich in der offenen Unendlichkeit des Ozeans auflöst.
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